Stellungnahme zu Corona

Liebe Patientinnen,

liebe Patienten,

in Anbetracht der gegenwärtigen Berichterstattung in allen Medien über die rasche Ausbreitung des CORONAVIRUS (SARS-COV-2) sehen wir – als Ihre Hausärzte – uns veranlasst, sie in seriöser und verständlicher Weise über den Umgang mit dieser neuen Infektionskrankheit (COVID-19) zu informieren, da die momentane Informationsflut sie möglicherweise überfordert.

Auch wir – Ihre Hausärzte – erhalten nahezu täglich neue Handlungsempfehlungen, da sich die Situation sehr dynamisch entwickelt und daher eine rasche Anpassung durch die Gesundheitsbehörden geboten ist.

Diese Dynamik kommt zustande, weil dieser Virus einerseits eine sehr lange Inkubationszeit (ca. 14 Tage) hat und zudem Menschen infiziert, von denen die Hälfte (vor allem jüngere Patienten) keine oder nur sehr geringe Symptome haben und somit unentdeckt bleiben. Gleichwohl können sie Übertrager des Virus sein und sorgen somit für eine weitere Ausbreitung der Erkrankung.

Diese Erkenntnis zwang die Behörden, durch Isolation und Erforschung der Kontaktpersonen, die Infektionswege zu erkennen und zu stoppen.

Allerdings war auch schnell erkennbar, dass dies auf Dauer nicht erfolgreich sein konnte.

Allerdings soll mit diesen Maßnahmen erreicht werden, dass sich die Erkrankung langsamer ausbreitet und damit das Gesundheitssystem nicht überfordert wird.

Trotz all dieser verständlichen Entscheidungen ist aus dieser Epidemie nun eine weltweite Pandemie geworden.

Die Infektionszahlen steigen täglich und es hat auch erste Todesfälle gegeben.

Auch in diesen Fällen sind es ältere und „vor-erkrankte“ Patienten, die der Krankheit zum Opfer fielen.

Auch wenn wir – als ihre Hausärzte – vor allem auch ältere und chronisch kranke Patienten behandeln, gibt es keinen Grund zur Panik!

Wir haben in Deutschland ein sehr leistungsfähiges Gesundheitssystem, mit dem wir im Regelfall solche Krankheiten behandeln können.

Es gehört aber auch zu einer ehrlichen Informationspolitik, dass wir zugeben müssen, nicht alle Krankheiten heilen zu können.

So haben wir im Winter 2017/18 eine GRIPPEWELLE in Deutschland erlebt, die mehr als 25.000 Menschen das Leben kostete.

Diese Tatsachen werden oft verdrängt oder nicht wahrgenommen: wir reden zur Zeit in Deutschland von einigen wenigen Opfern der neuen Viruserkrankung und daher ist nach unserer Auffassung Vorsicht geboten aber kein Grund zur Panik gegeben.

Sogenannte „Hamsterkäufe“ oder gar das Horten von Medikamenten ist nicht nur unangebracht sondern gefährlich: wir sollten alles tun, um unser soziales Verhalten und den respektvollen Umgang mit unseren Mitmenschen zu bewahren und begreifen, dass nur Gelassenheit und Vernunft uns erfolgreich machen.

Was unterscheidet denn nun die normale „GRIPPE“ von einer Erkrankung mit einem Coronavirus? Zunächst: die Symptome sind sehr ähnlich! Aber während wir seit vielen Jahren unsere Patienten gegen GRIPPE impfen können, wird es wohl noch viele Monate dauern, bis ein Erfolg versprechender Impfstoff gefunden wird.

Bis dahin müssen wir mit eingrenzenden, isolierenden und die persönliche Freiheit beschränkenden Maßnahmen rechnen und leben.

Weitere Informationen entnehmen sie bitte der aktuellen Berichterstattung in den Medien.

Für den Bereich Hattingen / Sprockhövel empfehlen wir Ihnen die Rufnummer des Bürgertelefons – eingerichtet vom Gesundheitsamt – Tel: 02333-4031449 und für den Bereich Bochum Tel: 0234-9105555.

Sollten Sie zusätzliche Fragen haben, dann rufen Sie uns bitte an! Wir werden versuchen, Ihnen zeitnah die richtigen Antworten geben zu können. Wir helfen Ihnen gern!

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund!

Ihre Hausärzte